Schularchiv

Schule im Krieg

Der Bereich Schule im Krieg enthält Dokumente aus den Jahren 1933 bis 1943, die den Einfluss nationalsozialistischer Politik
und der Kriegszeit auf den Schulalltag widerspiegeln. Die Unterlagen betreffen unter anderem Anordnungen zum Reichsarbeitsdienst, zur Mitgliedschaft
in HJ und BDM, zur Durchführung des Notabiturs sowie zur Kinderlandverschickung. Ergänzend finden sich Materialien zum Unterrichtsbetrieb während
des Krieges, zur Versorgung mit Lehrbüchern und ein unvollständiges Musikheft aus der NS-Zeit. Die Dokumente verdeutlichen,
wie schulische Strukturen, Lehrinhalte und Schülerbiografien den politischen und militärischen Entwicklungen jener Jahre unterworfen waren.




Unterrichtsbeginn 1941

Bereits kurz nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges gab es bereits vereinzelte Luftangriffe auf Deutschland. Da diese oft nachts stattfanden,
hatte dies Auswirkungen auf den Unterrichtsbeginn, um den Schülerinnen und Schülern einen ausreichenden Schlaf zu ermöglichen.
Das eingescannte Dokument gehört zu einer Reihe von Korrespondenzen zwischen der Abteilung für das höhrere Schulwesen der Provinz Westfalen und der
Oberschule für Jungen in Aufbauform Schmallenberg in Westfalen zu diesem Thema. Anfang Juni wurde zunächst von der Schulabteilung festgelegt, dass
die Schulleiterinnen und Schulleiter selber den Unterrichsbeginn nach Alarmen oder Angriffen festlegen sollte. Im Oktober 1940 wurde dann festgelegt,
dass bei einem nächtlichen Fliegeralarm der Unterrichtsbeginn auf 10:00 zu legen sei. Im November wurde 09:00 als genereller Beginn des Unterrichts,
unabhängig von nächtlichen Alarmen, festgelegt. Aus den Briefen der Schule an die Schulabteilung ist zu entnehmen, dass es im Juni 1940 in
Schmallenberg "häufig Fliegeralarm gegeben worden ist". Ende März bittet die Oberschule in dem eingescannten Dokument darum, den Beginn wieder auf
08:00 legen zu dürfen. Dies wird zum einen mit der dann besseren Bahnanbindung begründet. Außerdem wurden die Schülerinnen und Schüler dazu eingesetzt,
die Waldgebiete nach abgeworfenen Brandplättchen abzusuchen. Hier wird handschriftlich ausgeführt, dass die Zahl der einhemischen Schülerinnen und
Schüler für diese Aufgabe zu gering sei und man daher auf das frühe Eintreffen der Auswärtigen angewiesen sei, um bei einem diesbezüglichen Alarm
rasch einsatzbereit zu sein.




Hissen der HJ-Flagge

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Antritt des Arbeitsdienstes der Jungen

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Versorgung der Schüler mit Lehrbüchern

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Musikheft aus der NS-Zeit

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Freistellung für Luftschutzübungen

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Verpflichtung der Abiturienten zum Reichsarbeitsdienst

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Bedeutung der Mitgliedschaft in der HJ oder des BDM zur Zulassung der Reifeprüfung

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Beurlaubung vom BDM Dienst

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Erlass des Notabiturs

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Erteilung Notabitur

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Antwort auf die Erteilung des Notabiturs

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Entlassung von Schülern zum Kriegshilfedienst

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Ablehnung der Entlassung zum Kriegshilfedienst

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Verschiebung des Unterrichtsbeginn nach Fliegeralarm

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Information Kinderlandverschickung

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